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Frankreichfahrt des DTB Musikzug nach Allonnes im März 2010
Nicole Spille
 
     
 


Samstag, 27. März 2010:
An Schlafen war für den Großteil um kurz nach Mitternacht noch nicht zu denken, aber nach und nach wurde es dann doch ruhiger im Bus und einige fanden noch ein wenig Schlaf.

Als wir ankamen – müde, hungrig, gespannt auf die kommenden Tage – gab es endlich etwas richtiges zu essen und zu trinken. Und natürlich das Wiedersehen mit den KD’s und die Verteilung auf die Gastfamilien, wo wir uns aber nicht lange ausruhen konnten. Denn um halb drei stand schon unser erstes Konzert auf dem Plan. Wir kramten also unsere neuen Uniformjacken raus und machten uns auf den Weg ins Charles Drouet Krankenhaus, wo wir dann unser musikalisches Programm zum Besten gaben.
Danach war an Ausruhen, Schlafen, ins Bett gehen, wie auch immer, noch immer nicht zu denken. Denn jetzt stand die Jubiläumsfeier des französischen Musikvereins an, zusammen mit uns wollten sie ihr fünfzigjähriges Bestehen feiern. Also fanden wir uns, mehr oder weniger müde, um 19:30 Uhr im Saal Jean Carmet ein. Hierbei möchte ich erwähnen, dass sich Jens, Wolfgang und Ralf den Preis des bestgekleidetsten DTB-Mitgliedes teilen müssen. Hut ab!
Natürlich wurden anlässlich des Geburtstages Geschenke überreicht, es gab eine rote Kaffeemaschine für unsere französischen Freunde! Dann kam die Band, die, wenn schon nicht durch das ständige Kostümwechseln, auf jeden Fall mit ihrer Musik beeindruckte, da zog es wirklich (fast) jeden auf die Tanzfläche.
Alkohol floss natürlich an besagtem Abend auch, und zwar nicht zu knapp. Aber das war ja keine große Überraschung.
Das war also der erste Tag in Frankreich. Er war ereignisreich und anstrengend, aber wir denken bestimmt alle gerne an ihn zurück, besonders an den Abend.

 

Sonntag, 28. März 2010:
Am Sonntag ging es weiter mit der 50-Jahr-Feier, diesmal allerdings in Form eines Konzerts. Zuerst spielten die Gastgeber, die Cadets de la Sarthe, dann wir. Natürlich folgten auch Kommentare über die qualitativen Unterschiede zwischen KD und DTB, meistens sogar von Seiten des DTB, aber ich finde, wir haben uns ganz gut geschlagen.
Wir hatten vor und nach dem Spielen die Gelegenheit, „Fanartikel“ zu kaufen, wie zum Beispiel Kugelschreiber oder Taschen mit dem KD-Logo darauf oder T-Shirts in zwei verschiedenen Varianten.
Am späten Nachmittag war das Konzert vorbei und der Abend war, wie auch schon der Vormittag, frei.

Montag, 29. März 2010: Nach dem relativ entspannten Sonntag hieß es am Montag: früh aufstehen, denn bereits für sechs Uhr war die Abfahrt nach Caen ins Museum geplant. Das Museum erzählte die Geschichte des Angriffs der Alliierten auf die Strände von Caen im zweiten Weltkrieg. In der Führung konnten wir vieles aus der deutschen Geschichte wiederfinden und so kannte ein Großteil bestimmt schon einiges, doch trotzdem war es interessant, alles noch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu hören. Danach wurde es sogar noch besser: wir fuhren an den Strand. Das Wetter war schön (nicht zu warm und nicht zu kalt) und so wurde es zu einem richtig schönen Strandbesuch, der noch länger hätte dauern können, aber es ging bald weiter zum größten amerikanischen Soldatenfriedhof außerhalb der USA. Und der war auch nicht zu verachten, die weißen Kreuze auf der riesigen Grünfläche war schon beeindruckend. Hier blieben wir auch nicht allzu lange, aber immer noch lange genug, um sich in Ruhe umzuschauen und das einholen der amerikanischen Flagge mit zu erleben. Dann ging es zurück in die Gastfamilien. Alles in allem ein super Tagesausflug!

 

Dienstag, 30. März 2010:
Am Dienstag Morgen stand ein Umzug auf dem Markt in Allonnes auf dem Plan. Der Markt war ziemlich klein und so dauerte auch der Umzug nicht so lange. Es folgte der traditionelle Besuch im Rathaus, wo Corinna uns alles übersetzte, was uns der örtliche Bürgermeister mitzuteilen hatte und ihm verständlich machte, was Nicole als unsere 1. Vorsitzende zu sagen hatte. Unser Geschenk (ein Delmenhorstbild) sollte in den neuen Raum kommen, der nach unserer Stadt benannt war, das freute sicherlich alle.
Mittag gab es im Verwaltungsrestaurant und dieses Jahr gab es erfreulicherweise keine Kohlrouladen, sondern Putenfleisch mit Kartoffeln.
Der anschließende Besuch im Museum „Plantagenêt“ in Le Mans war vielleicht nicht unbedingt als ein Highlight der diesjährigen Frankreichfahrt anzusehen, aber es wäre ja auch wenig abwechslungsreich gewesen, wenn die ganze Reise nur aus Höhepunkten bestanden hätte. Der anschließende Spaziergang durch die Altstadt glich das bestimmt wieder aus – jedenfalls für diejenigen von uns, die ihn, natürlich unter Birgits Führung, erleben durften. Die anderen vertrieben sich die Zeit am Bus, während sie auf den Rest der Gruppe warteten. Am Abend gingen wir zusammen mit den KD`s Bowlen. Und das war, bis auf eine verletzte Hand, ein schöner Abschluss für den Tag.

Mittwoch, 31. März 2010:
Der Mittwoch blieb recht ereignislos. Den Vormittag hatten wir frei, am Nachmittag spielten wir im Bierpalast. Naja, ein Palast sieht anders aus, aber viel Bier gab es wirklich. Schweinebier, Schokobier, Bier für Blonde, ... eine Riesenauswahl eben. Wie gesagt, mehr Ereignisse hatte der Mittwoch nicht zu bieten, der Abend stand also zur freien Verfügung. Einige hatten Spaß in ihrer Gastfamilie, andere gingen nochmals Bowlen. Spaß hatten aber bestimmt alle.

Donnerstag, 1. April 2010:
Am Donnerstag wollten wir im Stadion Sport machen. Jedenfalls kündigte das Programm das so an. Für Boule mussten wir uns körperlich allerdings nicht so richtig anstrengen. Spaß hat’s trotzdem, oder gerade deswegen, gemacht, auch wenn wir am Ende verloren haben. Gegen unsere Profigegner hätte aber wohl kaum jemand eine Chance gehabt.
Mittagessen gab es im Saal Guy Moquet, danach hatten wir frei.
Wer gestern noch nicht gepackt hatte, musste es heute tun. Abschiedsgeschenke und Dankesworte wurden ausgetauscht, und dann ging’s auch schon zum Bus. Wir fuhren natürlich nicht pünktlich ab, aber das war auch gut so, denn so konnten wir uns noch ein länger mit „unseren“ Franzosen unterhalten. Aber irgendwann war es halt doch soweit. Eine letzte Umarmung, es kullerten bei einigen sogar ein paar Tränchen, doch die legten sich schnell, denn irgendwie freuten wir doch wieder auf zu Hause. Und auf nächstes Jahr. Ist doch immer wieder schön, mit den KD’s.

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