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DTB Musikzug in Frankreich 2008
Mareike Bödeker

 

DTB-Musikzug unterwegs in Frankreich


In der Woche vom 07.03. bis zum 15.03. 2008 waren rund 40 Delmenhorster Musiker unterwegs in Allonnes.
Auf ihrem Programm standen jedoch nicht nur Konzerte im Umkreis von Allonnes, sondern auch kulturelle Ereignisse waren geplant. So wurde auf dem Hinweg beispielsweise ein Stopp in Paris gemacht und einige Zeit in der Nähe des Eifelturms verbracht. Gegen 09.00 Uhr ging es dann allerdings weiter mit den Bus Richtung Allonnes. Erstmal bei den französischen Freunden angekommen wurde der Nachmittag zunächst von den meisten genutzt um den im Bus vernachlässigten Schlaf aufzuholen, sodass am Abend alle fit für eine Party waren und zusammen bis spät in die Nacht mit Musik und Tanz feierten.
Der nächste Vormittag stand zur freien Verfügung und wurde erneut von den meisten zum Schlafen genutzt, bis es dann gegen Mittag zu einem Konzert nach Le Mans ging, welches unter freiem Himmel stattfinden sollte, da wegen der Kommunalwahlen in Frankreich keine Säle zur Verfügung standen. Leider wollte jedoch das Wetter bei dem Vorhaben der Musiker nicht mitspielen und nach nicht einmal einem halben Musikstück waren alle, sowohl die französischen Musiker, als auch die deutschen und selbstverständlich auch alle Noten, durchgeweicht. Jedoch hielt das schlechte Wetter die meisten Passanten nicht davon ab stehen zu bleiben und den beiden befreundeten Orchestern Gehör zu schenken. Doch auf den stärker werdenden Regen und den aufkommenden Wind hin wurde das Konzert schließlich doch abgebrochen und alle beeilten sich schnell ihre Instrumente trocken im Bus unterzubringen.
Für den Abend war nichts geplant. Ein Großteil der Deutschen verbrachte ihn in oder mit den Gastfamilien, nur wenige trafen sich untereinander um zu feiern, denn schließlich mussten alle am folgenden Tag früh aufstehen.


Der Montag begann dann tatsächlich für alle sehr früh. Etwa um 03.30 Uhr hieß es ,,aufstehen``! Mit dem Bus ging es dann in die Sologne, wo der gesamte Tag verbracht werden sollte. Nach etwa 2 bis 3 Stunden Fahrt wurde auf den Zug umgestiegen. Das war wieder eine neue Erfahrung für die Deutschen, da die Fahrt für sie ungewohnt ruckelig und laut verlief. Mit dem Zug am Ziel angekommen ging es dann zunächst in ein Automuseum und später in ein ,,Heimatmuseum``. Auch an diesem Tag regnete es stark, was sich bei dem folgenden Fußmarsch als leichte Erschwerung herausstellte, da es nicht so einfach ist, mit schwerem Rucksack auf dem Rücken einen matschigen Hügel im Regen hoch zulaufen. Doch oben angekommen erwartete die Musiker ein gut renoviertes Schloss, das als Museum umfunktioniert worden war.

Mittels einer Audioführung erfuhren sie dann einiges über das Schloss, die ehemaligen Besitzer und andere Persönlichkeiten der Vergangenheit. Die nächste Stunde wurde im Turistikzentrum verbracht, wo sich alle mit einem heißen Kakao oder Kaffee wieder aufwärmen konnten (danke an unsere französischen Freunde, die uns netterweise diese Getränke spendierten).
Danach ging es dann wieder mit dem Zug zurück zum Bus und von dort aus zurück nach Allonnes. Geschafft von diesem anstrengenden Tag fielen alle um ca. 22.30 Uhr müde ins Bett.
Am nächsten Tag konnte dann immerhin bis 08.30 Uhr geschlafen werden bis es dann auf zu einem Platzkonzert in der Allonneser Innenstadt ging, das ebenfalls nicht sehr lang dauerte, da wieder der Regen in die Quere kam. Auf das Platzkonzert folgte ein Empfang im Rathaus (Bild). Dann ging es schnell zurück in den Bus um sich umzuziehen und dann Mittag in einem chinesischen Restaurant zu essen. Nachdem alle satt waren ging es dann auch schon wieder mit dem Bus nach Le Mans, wo die neue Straßenbahn der Stadt, die seit November 2007 in betrieb ist, besichtigt werden sollte. Hierzu wurden die DTB´er in zwei Gruppen aufgeteilt und besichtigten abwechselnd das Werk und auch die Straßenbahn selbst. Nach dieser Führung fuhren dann alle wieder zurück in ihre Gastfamilien, die meisten trafen sich dann am Abend wieder in Le Mans in einer Karaokebar und feierten mit viel Spaß zusammen bis tief in die Nacht hinein.

Da durch den starken Regen der vergangnen Wochen die geplante Schiffsfahrt über die Sarthe leider ausfallen musste, startete der Bus gegen 08.45 Uhr zu einer Töpferei. Dort wurde zunächst ein Film
gezeigt und anschließend wurde das Museum mit Hilfe von Audioführungen selbst erkundet. Im Anschluss daran wurde dann eine Mittagspause eingelegt um später mit dem Bus zu einer Kalkablagerungsstätte zu fahren und mehr über den mit dem abgebauten Kalk betriebenen Handel zu erfahren. Danach machten sich dann alle auf den Weg zu einem Kloster, durch das die Musiker von einem Mönch geführt wurden. Sie besichtigten die Kapelle und nahmen später sogar an einer Andacht teil (allerdings nur kurz, da ihnen die Zeit im Nacken saß).
Am Abend trafen sich dann die Vorstände des DTB und der KD um gemeinsam über die Woche und die Planung für den Gegenbesuch im nächsten Jahr in Delmenhorst zu sprechen. Für die übrigen war nichts weiter geplant worden, so dass sich einige der Jugendlichen (Deutsche und Franzosen) trafen und den Abend, und einen Teil der Nacht, gemeinsam mit Crepes und Musik verbrachten.
Am nächsten Morgen hieß es dann wieder relativ früh aufstehen, anziehen und ab zum Bus. Vom Treffpunkt aus was es jedoch nicht weit bis zu der archäologischen Ausgrabungsstätten von Allonnes und so konnte dieser Weg zu Fuß erledigt werden. Ein Teil der Gruppe besichtigte zunächst eine Ausstellungshalle, der andere die Ausgrabungsstätten. Nach 45 Minuten wurde getauscht. Von dort aus fuhren dann alle zum Essen, das die französischen Freunde vorbreitet hatten. Nachdem mehr oder weniger alles aufgegessen worden war fuhr der Bus zu einer Brauerei, hier wurde die Herstellung von Bier erklärt und anschließend durfte auch etwas Bier, und für die Kinder Apfelsaft, gekostet werden.
Kurz darauf wurde es wieder stressig, es musste sich umgezogen werden, denn ein Konzert in einer Rehaklinik stand bevor und dort mussten alle in Uniform erscheinen. Das Konzert lief jedoch ganz gut und die Zuschauer waren begeistert von der Musik und der lustigen und lockeren Art der Musiker, insbesondere der, des Dirigenten.

Zu Abend wurde in den Gastfamilien gegessen und dann noch mit allen zusammen in Le Mans gebowlt.
Am letzten Tag musste dann wieder um 07.00 Uhr aufgestanden werden und der Tag begann mit einem Konzert in einer Grundschule in Allonnes. Hierbei wurde die Instrumentenkenntnis, der Grundschüler spielend auf die Probe gestellt. Von dort aus ging es dann in eine weitere Grundschule von Allonnes mit demselben Programm. Als letzter Programmpunkt stand das Essen im Verwaltungszentrum der Stadt auf dem Plan, danach gingen die meisten dann ins nahe gelegene Einkaufszentrum der Stadt um noch einige Besorgungen zu erledigen.
Später mussten dann noch die Koffer gepackt werden. Nach einem letzten Abendessen in den Gastfamilien trudelten dann alle so langsam beim Bus ein und der große Abschied begann. Wie auch in den Jahren zuvor, verlief dieser nicht ganz ohne Tränen. In der vergangenen Woche hatte man sich gegeneinander so ins Herz geschlossen, dass schon einige Tränen kullerten, bei einigen stärker bei manchen schwächer, bei anderen später oder gar nicht, aber traurig waren alle. Nach einer Dreiviertelstunde wurden dann auch die letzten vom Vorstand in den Bus gezerrt und es ging ab nach Hause.
Allgemein kann man sagen, dass dies eine gelungene Frankreichfahrt war, denn alle hatten Spaß und es war für jeden etwas dabei.

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